Veranstaltung

Texte schreiben für das Museum

Thema
»Verständlichkeit« – so lautete der Anspruch, als sich Museen von Bildungseinrichtungen in Massenmedien verwandelten. Gemeint war damit, dass die Merkmale des Wissenschaftsstils: Fachterminologie, komplexe Syntax, Passivkonstruktionen oder Einschübe strikt vermieden werden sollten. Und tatsächlich, Texte sind seitdem lesbarer geworden. Geblieben ist allerdings eine sehr eingeschränkte Vorstellung von der Funktion von Texten in Ausstellungen. Der Irrtum, die Qualität von Texten ließe sich mit einer Handvoll Regeln ausreichend beurteilen, ist sogar noch dazugekommen.

Obwohl die Diskussion über die Rolle von Museen inzwischen ganz neue Qualität bekommen hat, ist es bei einer gewissen Textblindheit geblieben: Informieren gilt als ausschließliche Funktion von Texten und »Verständlichkeit« ist nach wie vor das oberste Gebot.

Inhalt
Ziel des Seminars ist es, das Wissen über Formen und Funktionen von Ausstellungstexte zu erweitern. Nicht nur die Museologie selbst, auch die angewandte Linguistik oder die Sozialsemiotik haben einiges darüber zu sagen, etwa was Texte in Ausstellungen leisten, was ihre Qualität ausmacht oder wie man sie herstellt.

Methoden
Erkenntnisse aus diesen Disziplinen werden für die konkrete Textarbeit nutzbar gemacht. Das Ziel sind nicht Regeln, sondern Optionen: Sie lernen sprachliche Wahl- und Gestaltungsmöglichkeiten innerhalb des medialen Rahmens von Ausstellungen kennen.

Literaturtipp
Dawid, Evelyn/Schlesinger, Robert: Texte in Museen und Ausstellungen. Ein Praxisleitfaden. Bielefeld 2002.

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Leitung: Dr. Michael Huter | Datum: 26. Aug (16:00 Uhr) - 28. Aug 2018 (14:00 Uhr) | Kostenanteil: 265,- € (inkl. Ü/VP) | Anmeldeschluss: 20. Jul 2018 |

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