Veranstaltung

Gameplay@stageQualifizierungsreihe in 5 Teilen

In den letzten Jahren sind analoge und digitale Spiele wesentlicher Impulsgeber für das Theater geworden. Gameplay stellt dem Theater neue Dramaturgien, Technologien und Regelsysteme zur Verfügung. Diese verändern nicht nur die Organisation und Ästhetik der Aufführung.

Vor allem verändern sie die Rolle des Publikums: Die »Zuschauenden« sind Mitwirkende. Gameplay im Theater eröffnet ihnen Erfahrungs- und Handlungsräume, die sich grundsätzlich von anderen Theaterformen unterscheiden. Gameplay verändert die Rezeption von Themen, reflektiert das Verhalten der Spielenden im jeweiligen Kontext und erzeugt Formen der Selbstermächtigung. Gameplay kreiert Räume kreativer Komplizenschaft für alle an der Aufführung Beteiligten gleichermaßen: für das künstlerische Team hinter, wie für die Gäste in der Aufführung.

Performances, die sich an (Computer) Spielen orientieren, erzeugen zudem andere Anforderungen und Methoden für den Produktionsprozess. Das klassische Proben verlagert sich in die Bereiche des Konzipierens, der technischen Realisation, des Bastelns, Tinkerns und Testens. Wie organisiert man dieses Arbeiten? Wie kann ich mich mit meiner Profession, als Performer_in, Dramaturg_in, Vermittler_ in, Techniker_in usw. in ein Team einbringen, um im Theater ein funktionierendes Spielsystem zu entwickeln?

Prozesse der Selbstermächtigung im Kontext von Spiel und Theater stehen im Zentrum von »Gameplay@stage«. Sie sind Gegenstand aus künstlerischer, pädagogischer und politischer Perspektive. Die Qualifizierungsreihe gibt dazu einen Überblick über aktuelle künstlerische Arbeiten und technische Entwicklungen. Sie stellt vor, welcher Kompetenzen und Fachsprachen es im Produktionsprozess bedarf. Sie geht den Fragen nach, welche neuen Formen kultureller Teilhabe aus interaktiven Settings erwachsen und welche Potentiale sich der Kulturvermittlung erschließen. Gegenstand der Qualifizierung sind u.a. folgende Themen:

  • Angewandte Spieltheorie

  • Dramaturgie und Gamedesign

  • Technik und Probenmethoden

  • Ermöglichung und Förderung kollektiver Kreativität als Vermittlungsaufgabe.

Die Teilnehmenden an »Gameplay@stage« entwickeln eine Haltung diesem sich ständig verändernden und neu erfindenden Feld gegenüber, die sie befähigt, ihre Arbeitsprozesse, Arbeitsmethoden und kulturellen Zugriffe darauf abzustimmen. Die Qualifizierungsreihe vermittelt in Praxis und Theorie, wie Gameplay für die eigene (Theater)Arbeit genutzt werden kann.

Die Reihe wendet sich an Kolleginnen und Kollegen, die künstlerisch, pädagogisch oder wissenschaftlich tätig sind:
→ Darstellende und verwandte Künste,
→ Spieleentwicklung und Gamedesign,
→ kulturelle und politische Bildung,
→ angrenzende Berufsfelder.

Wenn Sie »Gameplay@stage« als Qualifizierungsreihe besuchen möchten, melden Sie sich bitte mit der »Seminar buchen«-Funktion auf dieser Seite an. Die fünf Teile der Reihe sind auch als einzelne Workshops buchbar. Wenn Sie sich zu einzelnen Teilen anmelden möchten, nutzen Sie bitte die »Seminar buchen«-Funktion auf der Seite, auf der der jeweilige Workshop ausgeschrieben ist.

1. Teil dk–01 | 03. – 05. Feb | Gaming - Computerspiele als Grundlage theaterpädagogischer Arbeit
2. Teil dk–10 | 05. – 07. Apr | Theatergame-Design - Theorieküche und Praxislabor
3. Teil dk–14 | 14. – 16. Jun | Verhandlungsmassen - Rollen, Objekte und Situationen im partizipativen Theater
4. Teil dk-19 | 06. – 08. Sep | Ein Laptop – und die Bühne gehorcht! Games, Programmieren und Elektronik für die Theater- und Kulturarbeit
5. Teil dk-24 | 22. – 24. Nov | Choreografie im Spiel. DanceStation!

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Leitung: Prof. Friedrich Kirschner, Martin Ganteföhr, Yves Regenass, Meike Klapprodt, Philip Steimel, Dr. Birte Werner sowie weitere Künstler_innen und Expert_innen | Datum: 3. Feb (16:00 Uhr) - 5. Feb 2018 (14:00 Uhr) | Kosten: 1175,- € (inkl. Ü/VP) | Anmeldeschluss: 19. Jan 2018 |