Veranstaltung

Zu Tisch!Essen und Performance

Bankette und Hungerstreiks, Foodporn und Leichenschmaus – Akte des Essens sind nicht nur essentiell für das Fortbestehen des Lebens, sondern häufig auch inszenierte Vorgänge, bei dem ästhetische, symbolische, politische oder spirituelle Dimensionen zum Tragen kommen. Nicht zuletzt deswegen sind Vorgang und Material des Essens produktive Ansatzpunkte einer performativen künstlerischen Praxis.

Im Workshop beschäftigten wir uns damit, wie wir die Materialität und Symbolhaftigkeit von Nahrungsmitteln im Rahmen von Performances und theatralen Situationen nutzen können, und wie sich der soziale Interaktionsmoment der Mahlzeit als Setting für künstlerische Arbeiten gestalten lässt. Wir setzen uns mit Beispielen aus den performativen Künsten auseinander, in denen Essen als inhaltliches, ästhetisches oder kommunikatives Mittel gestaltet wird, experimentieren selbst mit der performativen Praxis des Essens und loten aus, wie wir Lebensmittel als künstlerisches Material verwenden können. Dabei diskutieren wir gemeinsam auch die ethische Verantwortung, die im Sinne eines »Mit Essen spielt man nicht!« immer mitschwingt, wenn wir Nahrung, zweckentfremden – und thematisieren Essen zwischen Überproduktion, Verschwendung und Mangelware, Luxusgut und notwendigem Übel.

Eingeladen zu diesem Workshop sind alle, die sich in ihrer performativen und/oder pädagogischen Praxis mit dem Thema Essen beschäftigen oder beschäftigen möchten.

Der Workshop ist Teil des KulturCamps; vgl. dazu ku09-17

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Leitung: Malte Peiffer | Datum: 23. Apr (14:00 Uhr) - 25. Apr 2017 (14:00 Uhr) | Kostenanteil: 200,- € (inkl. Ü/VP) | Anmeldeschluss: 23. Mrz 2017 |

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