Veranstaltung

Partizipative Settings entwickelnDer lange Atem der Handlungsfähigkeit

Es ist sicherlich mitunter Aufgabe des Theaters, die vielfältigen gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen unserer Zeit kritisch zu hinterfragen, die Abgründe des menschlichen Handelns und die sozialen Konflikte unserer individualisierten Gesellschaft auf der Bühne zu verdichten. Konventionelle narrative Strukturen bilden aber oft nur einen exemplarischen Weg durch die Wirrungen unseres Alltags und scheitern oft an der Abbildung komplexer struktureller Zusammenhänge.

Partizipatives Theater kann eben hier ansetzen, Struktur und Handlungsraum zur Debatte stellen und als Einladung gelten, neue Formen der Aneignung und Handlungsfähigkeit miteinander zu entwickeln.

Wenn man ein partizipatives Setting baut, dann lässt man eine soziale Situation mit einem definierten Handlungsraum entstehen. Davon geht die Arbeit in diesem Workshop aus, in dem ein Spiel entworfen werden wird.

Im Zentrum der gemeinsamen Arbeit stehen darum u.a. folgende Leitfragen:

  • Welche Konflikte sollen im Spiel, das wir entwickeln, verhandelt werden?

  • Was für Rollen, welche Machtverteilung und welche Handlungsräume bieten wir an?

  • Wie können wir ein Spiel so gestalten, dass Teilnehmende aus ihrer Rolle heraus neue Handlungen generieren können?

Der Workshop richtet sich an alle, die im praktischen Tun erfahren möchten, wie sich Theaterkunst und das Politische zusammenzudenken und performativ verbinden lassen. Er ist Teil der Veranstaltung »Strategien des Politischen in den Darstellenden Künsten« und wird von Friedrich Kirschner geleitet, der visueller Künstler, Software-Entwickler, Theaterregisseur und Professor für Digitale Medien im Puppenspiel an der HfS Ernst-Busch in Berlin ist.

Leitung: Friedrich Kirschner | Datum: 17. Mrz (16:00 Uhr) - 19. Mrz 2017 (14:00 Uhr) | Kostenanteil: 217,- € (inkl. Ü/VP) | Anmeldeschluss: 12. Feb 2017 |

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