Veranstaltung

KUNSTgeragogik – Kulturelle Bildung mit ÄlterenBerufsbegleitende Qualifizierung mit Zertifikatsabschluss

ist eine neu entwickelte Qualifizierung, die sich durch eine Verschränkung der Künste mit der Geragogik als Wissenschaft der Bildung und des Lernens im Prozess des Alterns auszeichnet. Die Geragogik befasst sich vor allem mit Lerninhalten und -prozessen sowie Barrieren im Kontext von Altern.

Ganz neu: es ist möglich, die Anerkennung nach § 87 b (47b) Abs. 3 und 47 a des SGB XI zu erlangen durch die Teilnahme an Modul 8 sowie der Erfüllung der zusätzlichen Anforderungen von zwei Praktika: 40 Std. in einer vollstationären oder teilstationären Pflegeeinrichtung und zwei Wochen Betreuungspraktikum in einer stationären Pflegeeinrichtung.

Die Qualifizierung bildet Kulturschaffende für die qualitativ hochwertige künstlerische und kreative Arbeit mit älteren und alten Menschen aus. Ziel der Qualifizierung ist es, für die Arbeit mit Menschen der dritten und vierten Lebensphase zu befähigen und damit älteren Menschen den Zugang zur künstlerischen Praxis und zu deren Kreativität zu ermöglichen und sie zu weiterer gesellschaftlicher Teilhabe anzuregen. Die berufsbegleitende Weiterbildung vermittelt ein fundiertes theoretisches und praktisches Wissen wie Sie künstlerisch praktisch mit älteren Menschen arbeiten können entweder in Bildender Kunst oder Tanz/Bewegung. Und das an unterschiedlichen Orten und in verschiedenen Zusammenhängen, wie z.B. in kulturellen Institutionen, Stadtteilzentren, soziokulturellen Zentren, Altentageszentren, Altenheimen, im offenen Atelier sowie in ihren bisherigen beruflichen Zusammenhängen. Geschaffen werden hierdurch Rahmen, in denen individuelle Lebenserfahrungen einfließen und kostbares Wissen bewahrt und mitgeteilt werden. Intergenerationelle und/oder interkulturelle Aspekte können darüber hinaus Teil der Ansätze sein. Die qualifizierten Kunstgeragog_innen gestalten somit aktiv das Zusammenleben der Menschen in einer Region mit und leisten einen entscheidenden Beitrag zur Gestaltung des demografischen Wandels mit Kultur.

Ein Lehrteam aus Praktiker_innen, Wissenschaftler_innen und Künstler_innen begleitet die Entwicklung von Projekten der biografischen Arbeit bis hin zur künstlerischen Arbeit mit demenziell veränderten Menschen.

Struktur
Die Qualifizierung entwickelt und kommuniziert klare Ziele, vermittelt Wissen, unterstützt verschiedene Kompetenzen und Haltungen und fördert das berufliche Rollen- und Selbstverständnis. Die Qualifizierung ist prozessorientiert, bezieht das Wissen und die Erfahrungen der Teilnehmenden mit in den Lernprozess ein und unterstützt personale sowie emotionale Kompetenzen. Zudem bietet sie einen verlässlichen Rahmen für den Austausch und die Reflexion in der Gruppe. Die geragogischen und gerontologischen Grundlagen, die für die zukünftige Arbeit als KUNSTgeragog_innen notwendig sind, werden in der Gesamtgruppe vermittelt. Die spezifischen kunst- und tanzpädagogischen Methoden und die künstlerische Praxis mit einzelnen Themenangeboten werden in den fachgetrennten Gruppen Bildende Kunst oder Tanz (je nach Vorbildung) unterrichtet. Die künstlerische Arbeit erfolgt von dem jeweiligen eigenen Kunstansatz ausgehend. Die Qualifizierung umfasst 160 Stunden, zusätzliche Zeit zum Selbststudium und der Durchführung der Hospitation an Ihrem Wohnort, der Nachbereitung und Vorbereitung der Module und endet mit einem Abschlusskolloquium.

Zielgruppe der Weiterbildung:
Künstler_innen aus den Bereichen Bildende Kunst oder Tanz, Kunstvermittler_innen Kulturpädagog_innen, Theaterpädagog_innen, Kunstpädagog_innen, Tanzpädagog_innen, Kunsttherapeut_innen, Sozialpädagog_innen und Praktiker_innen angrenzender Berufsfelder.

Abschlusskolloquium und Zertifikat
Voraussetzungen zur Erlangung des Zertifikats sind die Absolvierung aller sieben Module, die Entwicklung und Durchführung eines eigenen Projektes für und mit Älteren in einer Kleingruppe innerhalb der Module und dessen Präsentation und Reflexion im Abschlusskolloquium. Zudem wird eine Hospitation/Praktikum in einer Einrichtung (Altenheim, VHS, Soziokulturelles Zentrum…) während der Weiterbildung an Ihrem Wohnort vorausgesetzt.
Das Zertifikat KUNSTgeragogik wird unterzeichnet von der Bundesakademie Wolfenbüttel sowie vom Forschungsinstitut Geragogik FoGera.

Kostenanteil und Bedingungen
Kostenanteil insgesamt: 1.863 €, plus 70 € Materialkostenanteil (Komplettpauschalpreis, keine Ermäßigungen möglich). Für die Qualifizierungen gelten Sonderbedingungen. Im Kostenanteil sind Lehrgangsgebühren wie auch Kosten für Unterkunft und Verpflegung enthalten. Der Lehrgang kann nur insgesamt gebucht werden. Die Bundesakademie Wolfenbüttel erkennt die Bildungsschecks des Landes Nordrhein-Westfalen und anderer Länder an. Der Bund vergibt Bildungsprämien, die je nach Bundesland für die Qualifizierung genutzt werden können.

Im Herbst 2016 beginnt der sechste siebenteilige Lehrgang mit dem Einführungs- und Auswahlmodul. Das Abschlusskolloquium findet Mitte Mai 2017 statt.

In Kooperation mit dem Forschungsinstitut Geragogik FoGera.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen BAGSO unterstützt die Qualifizierung KUNSTgeragogik.

Termine 6. Lehrgang: Beginn und Ende der Module jeweils um 15 Uhr

Modul 4    bk-17 |13. - 16. Jan 2017
Modul 5    bk-18 | 24. - 26. Febr2017
Modul 6    bk-19 | 23. - 26. Mrz 2017
Modul 7    bk-20 | 12. - 14. Mai2017

Modul 8   bk-21 | 20. - 22. Okt 2017

Durch die Teilnahme an Modul 8 sowie der Erfüllung der zusätzlichen Anforderungen von zwei Praktika: 40 Std. in einer vollstationären oder teilstationären Pflegeeinrichtung und zwei Wochen Betreuungspraktikum in einer stationären Pflegeeinrichtung erhalten Sie die Anerkennung nach § 87 b (47b) Abs. 3 und 47 a des SGB XI.

 

Dozenten_innenteam:
Lars Eckert, Michael Ganß, Prof. Dr. Bruno Kopp, Sarah Kuschel, Odine Lang, Dr. Rionach Ni Neill, Prof. Dr. Julia Steinfort-Diedenhofen, Dr. Sabine Baumann.

Lehrgangsleitung: Dr. Sabine Baumann

Ein Beirat unterstützt, berät und begleitet das Vorhaben: Forschungsinstitut Geragogik FoGera, vertreten durch Prof. Dr. Elisabeth Bubolz-Lutz, Direktorin des Forschungsinstituts Geragogik FoGera sowie Prof. Dr. Dr. h.c. Andreas Kruse, Direktor des Instituts für Gerontologie, Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg.

Weitere Informationen finden Sie auf unter www.kunstgeragogik.net

 

Leitung: Dr. Sabine Baumann | Datum: 13. Jan (15:00 Uhr) - 16. Jan 2017 (15:00 Uhr) |