Veranstaltung

Stadt im StreitKünstlerische Interventionen in einem fiktionalen, städtischen Raumkonflikt

Die Stadt ist ein Ort in dem eine Vielzahl von Personen und somit eine Vielzahl von unterschiedlichen Interessen aufeinander stoßen. Diese Interessen brauchen Raum, um sich entfalten zu können: sei es um ihre wirtschaftlichen Tätigkeiten voranzubringen, ihren Lebensstil zu entfalten, oder um den Anspruch an Hoheit über Raum zu manifestieren… das Spektrum der Interessen ist vielfältig und führt nicht selten zu einer Konkurrenz um Raum.

Der Workshop »Stadt im Streit« spielt die Situation eines Raumkonflikts anhand einer konkreten Situation durch: eine Baulücke, Brachfläche, Parkplatz, o.ä. wird identifiziert. Die potentiellen »Entwickler« oder »Bewahrer« dieser Fläche werden benannt. Dies können z.B. private Investoren mit dem Interesse ein Einkaufszentrum zu bauen, Aktivisten mit dem Interesse des Erhalt von Biodiversität in der Stadt, Bürger mit dem Interesse des Baus eines Kulturzentrums, die Kommune mit dem Interesse des Baus von Wohnungen sein…die Reihe potentieller Interessenten ist groß.

»Teams« mit den unterschiedlichen Rollen werden gebildet. In Vorbereitung auf eine öffentliche Anhörung müssen die Interessengruppen, unter Zuhilfenahme verschiedener Medien, Argumente für ihren Raumanspruch sammeln und aufbereiten: Was sagen die anderen Bürger der Stadt? Wie steht es um die ökonomischen Aspekte des Unterfangens? Wie nachhaltig ist das Vorhaben? Macht das Projekt stadthistorisch Sinn? Was sagen die Medien? Gibt es Petitionen, gab es Proteste, wer sind die Entscheidungsträger, die es zu gewinnen gilt, etc. Anhand von experimentellen Interventionen im Stadtraum werden Argumente gesammelt: Proteste, Petitionen, Interviews. Es gilt eine Jury zu überzeugen, die am Ende der Anhörung über die Zukunft der Fläche entscheidet.

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Leitung: Matthias Einhoff, Philip Horst/ KUNSTrePUBLIK | Datum: 28. Jun (16:00 Uhr) - 30. Jun 2017 (14:00 Uhr) | Kostenanteil: 200,- € (inkl. Ü/VP) | Materialkostenanteil: 10,- € | Anmeldeschluss: 28. Mai 2017 |