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Jahresband »Fernlicht«

19.06.2017

Nicht per Anhalter durch die Galaxis, sondern mit Fernlicht durch Vergangenheit zur Gegenwart in die Zukunft. Das war unser Wunsch und Wollen 2016, dem 30 jährigen Jubeljahr der ba•. Konzentrierte Fernlichtkegel haben wir in alle Richtungen geworfen, und aus dem Dunkel stach mal das eine, dann ein ganz Anderes hervor. Deshalb finden Sie ganz und gar unterschiedliche Zugänge zu »Fernlicht«, jeder für sich gleichsam ein kurzes, konzentriertes Aufscheinen in unserem Programm und Jahresband der Wolfenbütteler-Akademie-Texte, der soeben erschienen ist.

Unter dem Motto Fernlicht erfinden wir ein Computerspiel, um virtuell durch Wolfenbüttel und die Akademie zu surfen und um mehr über Gaming/Gamification in der Vermittlungsarbeit zu lernen und einen neuen Kulturraum zu erforschen.

Fernlicht I

Die beiden Interviews mit Mischa Kuball erleuchten seine künstlerische Präsenz im urbanen Raum, in denen es auch um Lichtpolitik und Hinterfragung der politischen Relevanz von Kunst in der Agora geht. Eine erste Assoziation von Licht und Aufklärung kann eine Brücke schlagen und Zugang für weitere Deutungsräume seiner unter dem Titel puplic prepositions zusammengefassten Arbeiten öffnen, wie Kuball selbst meint.
Licht aus. Spot an. Drei Scheinwerfer richten sich auf je einen Begriff: Dialog, Montage und Differenzierung. Bei Hippe steht die dialogische Grundstruktur im Lichtkegel. Er erklärt uns diese als eine Form der theaterpädagogischen Arbeit und richtet den Suchscheinwerfer auf das, was sich gerade ankündigt: die Arbeit mit divers aufgestellten Gruppen.

Yoko Tawadas in der FerFernlicht IIne entstandenen glänzenden Alben versetzen uns in Erstaunen, wenn wir den philosophischen und kunsthistorischen Hintergründen, die uns Annegret Pelz aufschließt, folgen.
Ketturkat setzt einen Streufilter auf das Fernlicht und fächert uns die Welt der Dinge, genauer das Theater der Dinge auf, beleuchtet und reflektiert das Medium in seiner Form und als Ausdruck einer geistigen Haltung.
Wieviel Schatten braucht ein Licht? Diese Frage beantwortet uns Lars Eckert durch seine sechs Zeichnungen, die Sie wie ein Streulicht in der Publikation aufscheinen sehen.

 

Fernlicht IIISketching stand im Mittelpunkt des Seminars Zeichnen und Skizzieren, geleitet von Aljoscha Blau, dem Künstler, bekannt für seine erhellenden Illustrationen, wie die Abbildung Fernlicht anschaulich zeigt.

Schlusslicht. Unser herzlicher Dank geht an alle Autor_innen und Künstler_innen, die diesen Band mit ihren Beiträgen ermöglicht und zum Scheinen gebracht haben, an die Herausgeber_innen und Verlage, die einer weiteren Veröffentlichung zugestimmt haben sowie an die fördernde Stiftung. Blitzlichtgewitter für alle.

Viel Vergnügen beim Entzünden von Leuchtfeuern,
Sabine Baumann und Andrea Ehlert

Der WAT-Jahresband ist ab sofort für 12,80 Euro erhältlich. Bei Interesse schreiben Sie uns bitte eine E-Mail an christina.guenther@bundesakademie.de

 

 

Foto: Mischa Kuball: Kritisches Denken braucht Raum und Zeit, 2016, Banner, Installation am Schloss Wolfenbüttel, Foto: Mischa Kuball

Abbildung 1: Aljoscha Blau: Fernlichter, 2016

Abbildung 2: Lars Eckert: Angelegenheiten, 2016

 

Dieser Artikel wurde unter abgelegt und mit Fernlicht, WAT-Band, Jahresthema, Zeichnungen verschlagwortet

Kommentare

Richard Klaussner schrieb am: 03.07.2017 10:56

Schöner Text und coole Idee, danke dafür!

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