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3 Fragen an Tilman Rammstedt

19.05.2017

Tilman Rammstedt

Eigentlich ist er Wolfenbütteler. 2005 war Tilman Rammstedt als Stipendiat für sein zweites Buch »Wir bleiben in der Nähe« in der Lessingstadt, und gut zehn Jahre später ist er schon wieder hier. Dieses Mal, um jungen Schreiberinnen und Schreibern im Literatur Labor Wolfenbüttel von seiner Arbeit zu erzählen und über ihre Texte zu sprechen. Wenn er nicht in Wolfenbüttel ist, hält er sich gern, zum Beispiel zur Geburt, in Bielefeld auf, oder ist auf einsamen Inseln wie Powell Cay unterwegs.

Rammstedts Schreibspektrum reicht von Kollektivwerken wie »Mein Leben als Fön« bis hin zu intimen Kenntnissen über die »Abenteuer meines ehemaligen Bankberaters«, in denen Bruce Willis eine prominente stumme Rolle spielt – für Rammstedt das bislang wichtigste Buch in seiner Schreibbiographie. Sein letzter Roman lässt bereits vom Titel darauf hoffen, dass noch eine Menge von diesem Autor folgen wird: »Morgen mehr«. Und der Titel stimmt, denn im Laufe des Jahres hat Rammstedts erstes Theaterstück Premiere. Es heißt »Raushauen«. Am Rande des Literatur Labors Wolfenbüttel stellte ihm Olaf Kutzmutz drei Fragen.

 

Was würde ein allwissender Erzähler im ersten Romansatz über Dich verraten?

Im Grunde war alles viel einfacher, als er immer so tat.

Du erscheinst in der Welt der Literatur erstmals 1999, und zwar mit »Eine Froschkönigin«. Worum geht es in dem Buch?

Das Buch war eine Auftragsarbeit und ist mittlerweile vergriffen. Der Verlag wollte gern verschiedene Adaptionen des »Froschkönigs« haben. Zum Konzept gehörte die Zusammenarbeit eines Autors mit einer Zeichnerin. In meinem Fall war das Silke Schmidt. Sie hatte die meiste Arbeit mit der »Froschkönigin«, ich steuerte rund zwölf Zeilen Text bei. Die Handlung: Eine Prinzessin verliebt sich in einen Frosch. Aus beiden wird jedoch kein Paar. Natürlich nicht. Er war ein Frosch. Die Prinzessin ist unglücklich, magert ab, und da beschließen ihre Eltern, sie zu retten: Sie fangen den Frosch und servieren ihn der Prinzessin. Sie lässt sich den Frosch schmecken, weinend. Wie man merkt: eine zutiefst tragische wie lehrreiche Geschichte.

Du hast eine Woche mit Deiner Freundin auf Powell Cay gezeltet, einer unbewohnten Insel der nördlichen Bahamas – wie könnte ein Roman über diese Insel heißen?

Die guten Argumente der Hängematte.

 

Arbeit im Hofsaal

Vertieft in Texte: Tilman Rammstedt im Kreis der Literaturlaboranten.

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Kommentare

Ro Binson-Kruso schrieb am: 22.05.2017 11:48

Vielleicht wäre eine Schreibwerkstatt auf Powell Cay mal eine Idee.

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